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Pressemitteilung Nr.: 1 / 2010 vom 13.1.2010


Mas que nada: Mehr BAföG ab Herbst

Freibeträge immer noch zu niedrig

Bundesbildungsministerin Schavan kündigte heute anlässlich der Vorstellung des 18. BAföG-Berichts der Bundesregierung die Vorlage eines Gesetzentwurfs mit Anpassungen der BAföG-Sätze für den Herbst dieses Jahres an. Demnach sollen die Freibeträge ab Herbst 2010 um drei Prozent, die Bedarfssätze um zwei Prozent angehoben werden. Darüber hinaus sind auch strukturelle Änderungen vorgesehen:

 

In Mannheim liegt die BAföG-Förderungsquote aktuell bei 11,6 %; lediglich jeder achte Studierende erhält also Leistungen nach dem BAföG. Dr. Jens Schröder, Geschäfts-führer des Studentenwerks Mannheim, erläutert dazu: "Nach vielen rückläufigen Jahren ist die Zahl der BAföG-Anträge 2009 in Mannheim aber zum ersten Mal wieder gestiegen. Wir gehen davon aus, dass die Wirtschaftskrise und die - wenn auch geringen - BAföG-Erhöhungen 2008 für den Schub bei den Antragszahlen gesorgt haben." An den jetzt angekündigten Änderungen gefällt Schröder insbesondere die höhere Ver-lässlichkeit nach einem Fachrichtungswechsel, denn in der Vergangenheit hätten viele Studierende das Studium hingeschmissen, wenn sie eine im 19. Lebensjahr getroffe-nen Studienfach-Entscheidung revidiert und dann aus der BAföG-Förderung herausge-fallen waren, so Schröder.

Der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks DSW, dem Verband der Studen-tenwerke, Achim Meyer auf der Heyde, erklärt zur von Frau Schavan angekündigten BAföG-Erhöhung 2010: "Rein rechnerisch könnte sich die Bundesregierung mit der angekündigten Erhöhung der Freibeträge zufrieden geben. Aber wie auch der von ihr eingesetzte Beirat für Ausbildungsförderung betont, sollte sie ein bildungspolitisches Signal setzen und die Freibeträge stärker erhöhen, damit noch mehr Studierende vom BAföG profitieren." Laut Meyer auf der Heyde müssten die Freibeträge um wenigstens fünf Prozent erhöht werden. Dies hatten das Deutsche Studentenwerk und der Deut-sche Gewerkschaftsbund bereits im Dezember als Orientierungswert für die BAföG-Erhöhung errechnet.


Peer Nußhart / Öffentlichkeitsarbeit, Tel. MA 292-2832
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