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Studentische Wohnsituation zum Herbst 2010

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Pressemitteilung Nr. 6 vom 24.8.2010


Wohnsituation im Herbst-/Wintersemester 2010/2011

Zum Herbst 2010 werden an den Hochschulen in Mannheim (Universität, Hoch-schule Mannheim, DHBW Mannheim, Musikhochschule, Popakademie) fast 6.000 Erstsemester erwartet.
Mehr als 3.000 davon haben sich bereits jetzt (Stand 23.8.2010) um einen der rd. 1.000 freien Plätze in einem studentenwerkseigenen Wohnhaus beworben, mehr als zum gleichen Vorjahreszeitpunkt. Bis zum Vorlesungsbeginn an Uni (6.9.), Hochschule (28.9.) und DHBW (4.10.) dürfte die Bewerberzahl noch einmal zunehmen - die der freien Plätze nicht. 

Insgesamt stehen in Mannheim über 3.200 Bettplätze in studentischen Wohn-anlagen zur Verfügung, davon allein rund 2.900 beim Studentenwerk. Die Wohnraum-Versorgungsquote (Verhältnis Studierendenzahlen zu öffentlich ge-fördertem studentischem Wohnraum) liegt mit 15,4 Prozent (Stand 31.12.2009) über dem Landesdurchschnitt von rd. 14 Prozent.
"Der wachsende Nachfrageübergang ist ein klares Indiz, dass zu Semesterbe-ginn mit Engpässen auf dem studentischen Wohnungsmarkt zu rechnen ist", erläutert Studentenwerks-Geschäftsführer Dr. Jens Schröder. Die Umstellung auf die Bachelor-Studiengänge bringe es mit sich, dass fast alle Studiengänge neue Studierende nur noch im Herbst aufnehmen. Schröder: "Der Flaschenhals wird jedoch in aller Regel spätestens im Dezember abgearbeitet sein, das zeigt die Erfahrung der letzten Jahre. 

Um den Engpässen vorzubeugen, hat das Studentenwerk in den letzten fünf Jahren über 500 neue Wohnplätze geschaffen. Am bekanntesten sind die Wohnanlagen Eastsite und Speyerer Straße. "Unser Ziel ist, dass auch bei jetzt wieder wachsenden Studierendenzahlen studentischer Wohnungsnotstand ein Fremdwort in Mannheim bleibt", so Schröder.

Aktuell liege der Schwerpunkt des Studentenwerks auf der Sanierung des Wohnungsbestands. "Im Konjunkturpaket II werden energetische Sanierungsinvesti-tionen in Wohnheime mit bis zu 30 Prozent der Investitionssumme gefördert", erklärt Schröder. Das mache sich das Studentenwerk zunutze und gebe daher aktuell rund acht Mio. Euro für die Sanierung in die Jahre gekommener Wohn-anlagen aus. Auf der Neubauseite werden darüber hinaus noch einmal fast 3 Mio. Euro für die Ergänzung der Wohnanlage Speyerer Straße ausgegeben.
Die aktuellen großen Projekte des Studentenwerks sind:

Wohnanlage Speyerer Straße

In bester hochschulnaher Lage im Stadtteil Almenhof hat das Studentenwerk in der Speyerer Straße zusätzlich zu den dort bereits vorhandenen 220 Plätzen ein weiteres Haus erworben. Dort werden weitere 54 Studierende ein Dach ü-ber dem Kopf finden werden. Die neuen Bewohner können nach Umbau ab Ja-nuar 2011 die neuen Zimmer in Apartments oder kleinen Wohngemeinschaften zu monatlichen Inklusivmieten zwischen 260 und 320 Euro anmieten.
Die Kosten für den Erwerb und die Baumaßnahme dieses letzten Bauabschnit-tes auf dem Gelände an der Speyerer Straße werden sich auf rund 2,9 Mio. € belaufen. Hierbei hat sich das Land Baden-Württemberg mit Fördermitteln von 432.000 Euro (8.000 Euro je Wohnplatz) beteiligt.

Hafenstraße: Energie sparen und höhere Wohnqualität

Im Komplex "Am Verbindungskanal" an der Hafenstraße 35-45 baut das Stu-dentenwerk alle drei Häuser um. Neben der energetischen Sanierung liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Verbesserung der Wohnqualität. Die großen Wohngruppen mit bis zu 10 Personen (deren Erstellung 1991-1993 dem dama-ligen massiven studentischen Wohnraummangel geschuldet war), werden zu-gunsten kleinerer Wohneinheiten umgestaltet.
Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich insgesamt auf 4,5 Mio. Euro. Aus dem Konjunkturpaket II konnten Mittel in Höhe von rund 400.000 Euro generiert werden. Die übrigen Kosten werden vollständig vom Studentenwerk aufge-bracht. Der Umbau bedingt erhebliche Eingriffe in die Bausubstanz, so dass diese Wohnanlage zum kommenden Herbst-/Wintersemester weitgehend nicht belegt werden kann.

Studentensiedlung Ludwig Frank: Größtes Fenster-Recycling

Auch in den ehemaligen Kasernen am Ulmenweg 55 hat das Studentenwerk in den letzten 12 Monaten kräftig investiert. Alle Häuser haben neue Dächer erhal-ten, drei Häuser erhalten darüber hinaus neue Kunststofffenster mit Rollläden, eine zusätzliche Fassadendämmung, ferner eine Dämmung des Daches sowie der Dachgauben in den bewohnten Dachgeschossen. Über 350 ausgediente PVC-Altfenster wurden hier ausgebaut. Die alten Bauteile werden in einer Re-cyclinganlage zu PVC-Granulat verarbeitet, aus dem am Ende wieder neue Fenster in gleicher technischer Qualität entstehen - ein in der Rhein-Neckar-Region bisher einmaliges Recyclingprojekt.
Zusammen mit dem Einbau einer thermischen Solaranlage für die Brauchwas-sererwärmung wurden und werden hier rd. 2,8 Mio. Euro investiert.

Wohnhaus B 7

Dieses fast 20 Jahre alte Haus in zentraler Innenstadtlage erhielt 2009 einen Fassaden-Vollwärmeschutz sowie Wärmeschutzfenster, die den heutigen Stan-dards entsprechen. 600.000 Euro investierte das Studentenwerk. Die Maßnah-me wurde mit 136.000 Euro aus dem Konjunkturprogramm II unterstützt.

Stresstest für die Liquidität

"Da die Maßnahmen aufgrund der Bedingungen im Konjunkturpaket bis Sep-tember 2011 abgeschlossen sein müssen, stellt das eine hohe Belastung für unsere Liquidität dar", so Schröder. Über neun Millionen Euro müssen aus Ei-genmitteln und Darlehn aufgebracht werden. Die Investitionen rechneten sich jedoch, da insbesondere die Betriebskosten so dauerhaft stabil bleiben. Schrö-der: "Die Investitionen ermöglichen es uns, Studentisches Wohnen in Mannheim weiterhin attraktiv und bezahlbar zu halten".




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