Bundesbildungsministerin Schavan kündigte die Vorlage eines Gesetzentwurfs mit erneuten Anpassungen der BAföG-Sätze für den Herbst dieses Jahres an. Dabei sollen die Freibeträge um weitere drei Prozent, die Bedarfssätze um zwei Prozent angehoben werden. Darüber hinaus sind unter anderem strukturelle Änderungen vorgesehen:
DSW (Deutsches Studentenwerk, Verband der Studentenwerke)-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärte am 13. Januar in Berlin, wo der 18. BAföG-Bericht der Bundesregierung vorgestellt wurde: "Rein rechnerisch könnte sich die Bundesregierung mit der angekündigten Erhöhung der Freibeträge zufrieden geben. Aber wie auch der von ihr eingesetzte Beirat für Ausbildungsförderung betont, sollte sie ein bildungspolitisches Signal setzen und die Freibeträge stärker erhöhen, damit noch mehr Studierende vom BAföG profitieren." Laut Meyer auf der Heyde müssten die Freibeträge um mindestens 5% erhöht werden. Dies hatten das Deutsche Studentenwerk und der Deutsche Gewerkschaftsbund bereits im Dezember als Orientierungswert für die BAföG-Erhöhung gefordert.
In Mannheim liegt die BAföG-Förderungsquote aktuell bei 11,6%; noch 2003 hatte sie 14% betragen. Über das "wichtige und richtige Signal an die Studierenden, die sich in den letzten Wochen und Monaten für bessere Studienbedingungen und eine bessere Studienfinanzierung engagiert haben", freut sich deshalb Dr. Jens Schröder, Geschäftsführer des Studentenwerks Mannheim. "Es ist jetzt wichtig, dass die Verbesserungen im Herbst tatsächlich umgesetzt werden", freut sich Schröder über den Beschluss; "Wermutstropfen, gerade auch aus Mannheimer Sicht, ist natürlich die zu gering ausgefallene Steigerung der Freibeträge".