Elterngeld

Anspruch
Das Elterngeld wird an Vater und Mutter für maximal 14 Monate gezahlt, beide können den Zeitraum frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann höchstens zwölf Monate allein nehmen, zwei weitere Monate sind als Option für den jeweils anderen Partner reserviert. Das heißt: Zwölf Monate Elterngeld gibt es immer, wenn Eltern sich Zeit für die Betreuung ihres Kindes nehmen. Erwerbstätigkeit ist bis 30 Stunden pro Woche gestattet.

Das Elterngeld kann bei gleichem Budget auf die doppelte Anzahl der Monate ausgedehnt werden. Eine Person kann dann bis zu 24 Monate halbes Elterngeld beziehen, eine alleinerziehende Person bis zu 28 halbe Monatsbeträge, sofern sie das alleinige Sorgerecht hat.

Alleinerziehende, die das Elterngeld zum Ausgleich für wegfallendes Erwerbseinkommen beziehen, erhalten die vollen 14 Monate Elterngeld. Voraussetzung ist das alleinige Sorgerecht, und dass das Kind allein bei dem Elternteil in der Wohnung lebt.

Höhe
Ersetzt werden 65- 67 Prozent des wegfallenden Einkommens bis max. 2.770 Euro. Das Mindestelterngeld beträgt 300 Euro und maximal 1.800 Euro im Monat.
Für Nettoeinkommen zwischen 1.000 und 1.200 Euro werden 67 Prozent ersetzt und ab 1.240 Euro sinkt die Ersatzrate auf 65 Prozent.
Bei geringem Nettoeinkommen (Geringverdiener unter 1.000 Euro) wird der Prozentsatz schrittweise auf 100 Prozent angehoben.

Das Mindestelterngeld mit 300 Euro erhalten alle, die das Kind nach der Geburt selbst betreuen und höchstens 30 Stunden pro Woche arbeiten. Das Elterngeld gibt es auch für Studierende, also auch wenn sie vor der Geburt nicht erwerbstätig waren.

Es gibt einen Geschwisterbonus von mind. 75 Euro bzw. 10% des Elterngeldes bis zum 36. Lebensmonat des ersten Kindes.

Achtung
Das Elterngeld wird bei Bezug von ALG II, Sozialhilfe und Kinderzuschlag grundsätzlich vollständig als Einkommen angerechnet.
Ausnahme: diejenigen Berechtigten, die ALG II, Sozialhilfe und Kinderzuschlag beziehen und vor der Geburt des Kindes erwerbstätig waren, erhalten einen Elterngeldfreibetrag bis höchstens 300 Euro.
Beim BAföG zählt Elterngeld über 300 Euro als Einkommen.

Tipp
Das Landeserziehungsgeld, das im Anschluss an das Elterngeld gewährt werden kann, wird - anders als das Elterngeld - auch weiterhin nicht als Einkommen auf Arbeits­losen­geld II, Sozialhilfe oder den Kinderzuschlag angerechnet. Gilt nur noch für Geburten bis 30.09.2012.

Antrag
Der Antrag auf Elterngeld muss schriftlich gestellt werden bei der L-Bank, 76113 Karlsru